Thailand Photos:
Auch das ist Thailand

Wie schon an anderer Stelle vermerkt gibt es ausdruckstarke Bilder von Thailand, aber leider keine von mir gemachte. Darum habe ich mich mit Paul Martini kurzgeschlossen, der ein paar Autostunden von Bangkok weg wohnt, aber ab und zu auch mal in Bangkok aufschlägt. Er hat eine interessante – und besuchenswerte – Webseite mit der Adresse „Thailandprivat.com“, auf der er eine Reihe von Touren und anderes beschreibt, die er mal gemacht hat. Und eben Photos davon.

Ich habe mich mal vor einiger Zeit mit ihm getroffen und er hat mir erlaubt, Photos aus seiner Sammlung hier zu veröffentlichen. Hier kommen also Paul’s Photos.
(Es kann  sein, daß diese Seite etwas langsamer lädt wegen der vielen Bilder, die alle über das Internet auf Ihr Gerät geschafft werden müssen.- aber ich denke, die ein oder zwei Sekunden zu warten lohnt sich.)


Zuerst ein paar Bilder, die Thailand so zeigen, wie es früher vielerorts aussah. Heutzutage gibt es nur noch vereinzelt solche „Oasen“ der alten Lebenskultur. Was mir besonder gefällt sind die alten Holzhäuser, wie man sie inzwischen nur noch in alten Stadtkernen und in chinesischen Stadtteilen sieht. Anders als Beton strahlen diese Bauten noch eine gewisse Wärme aus und man glaubt sofort, daß das Leben in dieser Umgebung einfach weniger hektisch ist. Mitte rechts ist ein alter Markt, darunter typische Tante-Emma-Läden, von denen es auch immer weniger gibt. Dank 7/11 und anderer Supermarkt-Ketten.


 

So sehen die älteren Stadtviertel in Bangkok und vielen anderen Städten aus. Eng, schattig, schläfrig, sympathisch. Wer so lebt, der hat die Ruhe weg.


Ein Großteil des öffentlichen Lebens und des Verkehrs fand früher auf den Kanälen statt, vereinzelt gibt es das auch heute noch, etwa in Teilen Thonburis (nicht zu verwechseln mit Chonburi). Neben Linienbussen (die es natürlich auch gibt) gibt es hier auch Linien-Boote, die verkehren, solange es Tageslicht gibt. Nachts ist niemand mehr mit dem Boot unterwegs. Naja, vielleicht Liebespaare… Die oberen vier Bilder sind vom Klong Mahasawat, der viele Kilometer einfach geradeaus geht. Darunter (Bild 5 und 6) ein kleinerer Klong irgendwo in Thonburi und das letzte Bild ist vom Wassermarkt in Tha Kha. Da gibt es Obst-Gärten und Erholungsgebiete und nur ein paar Mon wohnen da. Links davon ist ein Waran, in Thailand auch als Monitor Lizzard bekannt. Große Tiere können bis zu einem Meter lang werden und der Biß dieser Allesfresser ist giftig genug, um danach umgehend einen Arzt aufsuchen zu müssen. Allerdings sind die Tiere sehr scheu und wehren sich nur, wenn sie in die Ecke gedrängt werden.


Wie sehr die Kanäle im täglichen Leben eingebunden waren, erkennt man auch heute noch daran, daß viele Häuser ans Kanalufer gebaut wurden, sodaß man vom Kanal aus direkt ins Haus (meist auf die Veranda) kommen kann. Diese Häuser hier schauen alt und wackelig aus, sind aber sehr wohl noch bewohnt.


Die Oper des kleinen Mannes? Naja, nicht ganz. Aber ein Ausflug mit der Familie oder mit Arbeitskollegen und dann futtern, was man sich sonst nicht so oft leistet. Aber vor allem, es schmeckt in der Gruppe besser als alleine. Und Sanuk (Freude, Spaß) ist dann auch immer dabei. Schließlich den Rausch ausschlafen oder einfach nur wegen der Müdigkeit, die von einem vollen Magen kommt…


So sehen durchschnittliche Einzelbett-Zimmer in staatlichen Krankenhäuser meist aus. Aber der Blick vom Balkon wie hier in Hua Hin verhilft sicherlich zu einer schnelleren Genesung. Oder doch lieber länger „krank bleiben“, damit man die Aussicht genießen kann? Die Couch ist übrigens Schlafstelle für das Familienmitglied, das über Nacht beim Patienten bleibt. Immerhin, mit Klimaanalge schläft sich sicherlich auch auf einer Couch ganz gut…


Das ist der alte Bahnhof in Khorat (Nakhon Rachasima). Leider soll der jetzt dann abgerissen werden, wie viele anderen Bahnhöfe auch. Trotz Protesten gegen die Zerstörung alter Bau-Kultur. Aber am Bewahren des Alten ist kein Geld zu verdienen, am Abreissen und dann einen Betonklotz hinsetzen lässt sich dagegen prächtig verdienen. So wie dieser Bahnhof sehen fast alle alten aus, überall in Thailand. Nach letzten Meldungen in der englischen Zeitung „Bangkok Post“ sollen etwa 300 dieser alten Bahnhöfe abgerissen werden…


Das erste Bild ist der Eingang zu einem kleinen Dorfbahnhof in Samut Songkram, einer Provinz westlich von Bangkok. Die anderen drei Bilder sind vom „Talad Rom Hoop“, also dem „Schirme zurück Markt“.
Dieser Markt ist recht bekannt, weil er praktisch auf den Schienen statt findet. Es ist die Hauptstrecke von Bangkok in den Süden Thailands. Solange kein Zug kommt, wird das Gleisbett mit genutzt. Wenn ein Zug kommt, werden die Austellungstische etc. schnell so weit zur Seite geräumt, daß der Zug durch kann. Vielleicht als Markt weniger wichtig denn als Touristen-Magnet.
Der Bahnbeamte rechts unten muß dafür sorgen, daß alles rechtzeitig  beiseite geräumt ist. Und der Zug fährt da gaaaanz langsam durch, damit nichts passiert und damit die Passagiere Zeit haben zum Rumschauen…

 


Warum nicht? Hier ist ein alter ausrangierter Bahn-Waggon in eine Bücherei umgebaut worden. Ideen muß man haben…

Unschwer zu erkennen, hier rechts sind Schulkinder unterwegs. In Thailand herrscht Uniform-Pflicht für alle Schüler. Und Studenten. Jede Schule und jede Uni hat eine „eigene“ Uniform, stets bestehend aus Hemd/Bluse und halblanger Hose/halblangem Rock. Damit soll das Einheitsgefühl innerhalb der Schule gestärkt werden und reich/arm Unterschiede kaschiert werden.


Das sind erstmal alle Bilder, die ich für hier rausgesucht habe, aber auf Paul’s Seite gibt es noch eine Menge mehr davon.
Auf der Seite www.thaileben.net von Jürg aus Ubon Ratchathani habe ich auch noch eine Menge interessanter Fotos gefunden, die aber mehr das Leben im Nord-Osten darstellen. Vielleicht kann ich die auch mal hier (teilweise) bringen?
Und als drittes gibt es im Forum Nittaya.de auch noch spezielle Photo-Seiten.