Inhalt:

Rasieren

Internet-Foren / FaceBook

Bekleidungsgrößen

Achtung Termiten

Internet-Download

Strom sparen

Vorsicht Kühlung

Wichtig: Sonnenbrille

Aufgepasst

Stromleitungen

Thai Kultur

MSG im Essen

Sprache lernen

 

Hier noch weitere Tipps,

alte wie neue, aber auf jeden Fall aktuell:

 

(Ich habe ein paar Textteile herausgenommen, die in der neuen Ausgabe des E-Buchs zu finden sind. Dies ist (k)ein Wink mit dem Zaunpfahl…)

Rasieren

Das wird vor allem die Männer unter den Lesern interessieren: Die Thais haben kaum Bartwuchs und von daher sind Artikel für die Rasur in Thailand Mangelware. Ich habe mir angewöhnt, mich nass zu rasieren, denn für Elektro-Rasierapparate gibt es keine oder nur sehr beschränkt Zubehör oder Service. Aber auch Klingen und Rasierschaum sind relativ teuer. Schaum ca 4 oder 5 Euro für eine 175 cc Spraydose. Und es kann passieren, daß Sie solche Artikel nur in größeren Kaufhäusern bekommen, wenn Sie außerhalb klassischer Ausländer-Gebiete (z.B. Pattaya, Phuket, etc) wohnen.

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Thema Hilfe von Internetforen/Facebook:

Erwarten Sie nicht wirklich Hilfe von der online Community. Man sollte eigentlich denken, dass man da gratis Hilfe und Antworten findet für die eigenen Bedenken und Fragen, aber Sie sollten da nicht zu viel erwarten,- leider. Einerseits gibt es Foren, wie etwa die diversen Pattaya-Foren, die eher einer Schlammschlacht-Arena gleichen als einer Info-Börse, andererseits gibt es z. B. Facebook-Gruppen wie „Auswandern nach Thailand / Emigrate to Thailand“, die sehr wenig Information, dafür aber sehr viel Gschaftlhuberei und Vereinsmeierei haben. Ich persönlich finde Inhalt stets wichtiger als die Form, aber in solchen Gruppen ist man damit oft allein auf weiter Flur. Im Moment bin ich nur auf einem Forum „unterwegs“, weil es da noch halbwegs normal zugeht, und das ist „Nittaya.de“. In die anderen habe ich reingeschnuppert und festgestellt, die sind nicht hilfreich oder würden sich lohnen, „dabei“ zu sein.
Facebook wird ja wohl eh bald umbenannt in Fakebook, deswegen kann da ja auch jeder jeden Mist schreiben. Sie sind besser sehr vorsichtig, was den  Wahrheitsgehalt der Beiträge angeht. Jemand schreibt vielleicht in glühenden Worten über eine Bungalow-Anlage? Kann gut sein, daß der Schreiber der Eigentümer der Anlage ist…
Als Alternative kann ich da eigentlich nur Webseiten nennen, wie www.thaileben.net, www.thai-ticker.com oder auch www.siam-info.de, obwohl es sicherlich noch viele andere gibt. Denn auf den Seiten geht es um Infos und nicht um Aufplustern und wer wohl den Größten hat, etc.

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Thema Bekleidungsgrößen: XL ist nicht gleich XL

Wenn Sie in Thailand Klamotten einkaufen (oder auch bessere Qualitäten), dann sollten Sie weder danach gehen, was als Material in der Bekleidung angegeben ist, noch dürfen Sie den Größenangaben trauen.
Wenn da „100 % Cotton“ drin steht, dann stimmt das genauso wie die Behauptung, daß morgen Weihnachten ist: Alle Jubeljahre mal.
Und mit der Größe ist es genauso, denn eine Thai XL Größe ist in Europa vielleicht gerade mal eine knappe L Größe. Daraus ergibt sich, daß man entweder das Stück anprobiert, sofern das möglich ist, oder gleich zwei Größen weiter kauft. In Pattaya kenne ich einen Laden im „Central am Beach“, der speziell Übergrößen führt, allerdings dann auch zu Preisen, wie sie in besseren Shopping Malls üblich sind.
Und verabschieden Sie sich von dem Glauben, daß alle Klamotten in Thailand günstiger wären. Sicherlich finden Sie auf einem Thai-Markt auch T-Shirts für 50 oder 60 Baht, aber dann nur in Thai Größen. In den Märkten, die oft von Ausländern besucht werden, finden Sie dann Bekleidung, die Ihren Größen eher entspricht, aber dann kostet ein T-Shirt vielleicht gleich 200 Baht. Das sind umgerechnet etwas über 5 Euro, und zu dem Preis bekommen Sie T-Shirts auch schon in Deutschland. Für andere Teile gilt Entsprechendes.

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Thema Wohnen:

Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, egal ob zur Miete oder zum Kauf, kontrollieren Sie das Anwesen auf Termiten. Die fressen sich nicht nur durchs Holz, die schaffen es sogar, sich durch Beton zu beißen Schauen Sie auf verräterischen Holzstaub, etwa an Türrahmen, Fensterrahmen, Holz-Regalen oder Betten aus Holz. Am Holz selbst findet man dann Spuren und Löcher, von Termiten hinterlassen. Das Dumme ist, diese Viecher sind extrem schwer zu bekämpfen, wenn man gründlich sein will. Termiten gibt es übrigens auch im Garten, z. B. in Bäumen und Stauden/Sträuchern.

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Thema Internet:

Sofern Sie viele Filme etc. vom Internet herunterladen und dazu das System BitTorrent benutzen, haben Sie schlechte Karten in Deutschland. In kurzer Zeit ist die Polizei in Ihrem Haus. In Thailand dagegen ist bisher noch kein Fall bekannt geworden, dass Leute wegen dieser Art des illegalen Downloads verhaften bzw. angeklagt wurde. Die Thai Internet-Polizei hat dafür wohl – noch – keine Zeit, die muss hinter politischen Texten und Seiten her sein. Und hinter Porno-Seiten…

Nachtrag: Inzwischen verfolgt die Polizei eine Internet-Zensur-Politik, bei der alles, was aus Thailand raus oder rein geht, gefiltert, sprich zensiert wird. Und in Thailand gibt es ein relativ strenges Gesetz gegen Computer-Kriminalität, wobei das in erster Linie um ungewollte (!) Informationen geht. Trotzdem.

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Thema Wohnen:

Wenn Sie Strom sparen wollen oder müssen, dann lassen Sie die Klimaanlage im Schlafzimmer nicht die ganze Nacht laufen. Mit ein bisschen Glück hat die Anlage einen Thermostat und Sie können die Anlage so regeln, daß diese immer wieder die Kühlung unterbricht. Wenn das nicht geht, dann kühlen Sie das Schlafzimmer runter, bis Sie eine angenehme Temperatur haben. In der Regel reicht da eine halbe Stunde. Wichtig ist vor allem, daß es zum Einschlafen kühl genug ist. Danach bleibt die Klimaanlage aus und nur ein Ventilator streicht über Ihr Bett. Morgens ist es dann zwar warm, aber gut geschlafen haben Sie trotzdem und nach dem Aufstehen können Sie ja gleich unter die Dusche zum Abkühlen und Aufwachen. Aber Ihre Stromrechnung reduziert sich merklich.

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Thema Klima/Gesundheit:

Verkühlen Sie nicht Ihre Nieren. Bei der Hitze hat man oft einen Ventilator laufen oder stellt sich in den Luftstrom der Klimaanlage zum Abkühlen. Für eine Minute oder so ist das auch unproblematisch, aber bei längerem Abkühlen (z.B. wenn Sie auf dem Sofa oder Bett liegen) sollte Sie ihre Nieren bedecken. Ihre Nieren sind empfindlich gegen Kälte, und wenn sie mal Nierenschmerzen hatten, dann wissen Sie, daß das zu den schlimmsten Schmerz-Erfahrungen gehört. In Europa gibt es den Nierengurt für Motorradfahrer ja auch aus gutem Grund.

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Noch mehr zum Thema Klima:

Wenn Sie das noch nicht haben, dann besorgen Sie sich eine Sonnenbrille. Das Licht in Thailand ist sehr viel heller und intensiver als wir es von Mitteleuropa kennen. Es kann sonst passieren, daß Sie sich die Augen am Strand oder am Meer „verblitzen“.
Wenn Sie geschliffene Gläser brauchen, gehen Sie in Thailand zu einem Brillengeschäft oder einem Optiker. Meistens kann man im Brillengeschäft auch die Kurz- oder Weitsichtigkeit messen. Brillengestelle kosten von 30 Euro aufwärts, die Gläser oft das gleiche pro Stück. Einen „Fielmann“ gibt es auch in Thailand, hier heißt die Kette „Top Charoen“. Was es an Auswahl an Gläsern in Deutschland gibt, gibt es hier auch. Ob Fielmann oder Top Charoen günstiger ist, das kommt auf Ihre Brillenwünsche an, zumal ich die Fielmann Preise nicht genauer kenne.

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Thema Aufpassen:

Da die meisten Thais nicht ganz so lang sind wie die Durchschnitts-Europäer, sollten Sie auch aufpassen, daß Sie ohne anzustoßen durch eine Türe kommen. Ich habe mir am Anfang x-Mal den Kopf angeschlagen, inzwischen gehe ich mit gebeugtem Haupte durch jede Türe. Und auf der Straße kann es passieren, daß ein Kabel oder eine Schnur zum Festzurren eines provisorischen Daches so tief gespannt ist, daß Sie daran hängen bleiben könnten, wenn Sie nicht aufpassen!

Thema Aufpassen 2:

Wenn Sie durch eine Türe treten, bitte treten Sie niemals auf die Türschwelle. Nach Ansicht der Thais wohnt darin ein Geist, der es einem krumm nimmt, wenn man ihm auf den Kopf tritt. Das würden Sie ja wohl auch, oder?

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Thema Sicherheit vor Bränden:

Haus-Elektrik
Nicht getürkt: und unterhalb der blanken Drähten noch der Schalter …

Solange Sie in Thailand leben, sollten Sie es sich zur Angewohnheit machen, vor dem Außer-Haus-Gehen zu kontrollieren, daß alle elektrischen Geräte – mit Ausnahme des Kühlschranks – aus- bzw. abgeschaltet sind. Der kleinere Vorteil ist, daß das Stromkosten spart, der entscheidende Punkt ist aber, daß in Thailand etwa 50 % aller Brände durch Kurzschlüsse oder Kabelbrände verursacht werden. Das wollen Sie sicher nicht bei sich zu Hause erleben. Da in Thailand so gut wie alle Leitungen ohne Erdung verlegt werden und oft alte Leitungen mit zu hohen Sicherungen „geschützt“ werden, kommt es leider immer wieder vor, daß es irgendwo funkt oder ein Kabel zu heiß wird. Also besser alle Verbraucher abschalten. Wenn Sie z.B. den PC noch eine Datei runterladen lassen und dann schaltet das Programm den Rechner ab, dann ist da relativ wenig Gefahr. Aber ich habe es auf meinem Stockwerk in Bangkok erlebt, daß eine Dame ihren Wasserkocher an ließ und kurz wegging. Bis sie wieder kam, war das Apartment komplett ausgebrannt. Wer braucht das?

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Thema Thai Kultur:

Im Gegensatz zu Deutschland (und allen deutschsprachigen Gegenden!) sind die Thais oft nicht darauf aus, klare Verhältnisse zu haben, sondern Dinge lieber ungesagt und in der Schwebe zu halten. Beispiel: Ein ehemaliger Chef kündigte an, nach Fertigstellung eines Projektes sei Schluss für mich. Als das Projekt fertig war, habe ich es tunlichst unterlassen, den Chef darauf nochmals anzusprechen. Das Ergebnis: Die Kündigung war wohl zurückgenommen worden. Hätte ich auf „Klärung“ bestanden, hätte ich wohl einen neuen Job suchen müssen. Oder: In einem Unfall sollen Sie eine Reparatur bezahlen, aber auch nach längerer Zeit meldet sich die Gegenseite nicht, um den Betrag einzufordern. Umgekehrt funktioniert das allerdings auch: Sie haben jemandem einen (hoffentlich verschmerzbaren, kleinen) Betrag Geld geliehen und ohne Ihr ständiges Drängen wird die Rückzahlung oder Ratenzahlung ganz geflissentlich vergessen… Denn wenn Sie nicht Dampf machen, dann ist es ja wohl auch nicht so dringend. Allerdings: Ermahnung bitte höflich, sonst könnte Ihr Schuldner ausrasten, denn Druck vertragen die Thais nur sehr wenig. Und glauben Sie bloß nicht, dass dieses Verhalten nur auf Thais beschränkt ist: manche Ausländer, die schon länger in Thailand leben, haben sich diese Unsitte auch angewöhnt, also das praktische „Vergessen“ von Schulden.

Für die Thais werden viele Dinge auf diese Art des „Vergessens“ gelöst, aber nur, wenn man auch nicht mehr daran rührt… Ohne Nachfragen kann man sein Gesicht wahren, weil man etwas vielleicht einfach „vergessen“ hat.

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Thema Essen:

Vertragen Sie Monosodium-Glutamat? Ist z.B. in Maggi drinnen. Sollten Sie keinen zusätzlichen Zucker zu sich nehmen oder möglichst salzarm essen? An Garküchen kann man problemlos solche Sonderwünsche äußern.
Was sagt man da? „Mai sai + …“ wobei Monosodium-Glutamat „pong tschuroht“ heisst, Salz ist „glüa“ und Zucker ist „nam tan“. Also „ohne MSG“ ist dann „mai sai pong tschuroht“, ohne Salz „mai sai glüa“ und ohne Zucker ist „mai sai nam tan“. Kann man sich merken, oder?

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Thema Freizeit:

Und ein völlig abwegiger Gedanke: Wenn Ihnen Sport nicht so liegt, wie wäre es dann mit Sprache(n) lernen? „Thai für Ausländer“ gibt es inzwischen vielerorts, auch wenn „Englisch für Thais“ noch überwiegt. Man kann in Thailand auch Chinesisch, Japanisch, Koreanisch oder Russisch lernen, um nur ein paar der Sprachen zu erwähnen, die in Thailand gelehrt werden. Und natürlich gibt es Englisch Kurse nicht nur für Thais, aber mit ausschließlich muttersprachlichen Lehrern. Werbung von Sprachschulen finden Sie auf den Webseiten von Wochenblitz und Farang.

 

(Aktueller Stand März 2017)

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